Veranstaltungen im Rückblick

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Ausdruck, Sprache, Gesang und Bewegung

Auf der Monatsfeier der Freien Waldorfschule Wolfratshausen warfen die Zuschauer einen Blick in die "Werkstatt der Allgemeinbildung"

Am Samstag, 4. Dezember trafen sich alle Schüler, Eltern und Interessierte zur ersten öffentlichen Monatsfeier der Freien Waldorfschule Wolfratshausen in diesem Schuljahr. Der Saal des katholischen Pfarrheims St. Andreas Kirche in Wolfratshausen war bis zum letzten Stehplatz gefüllt: Alle wollten die Unterrichtsproben aus den Klassen 2 bis 7 und das Orchester sehen, hören und erleben.

Herr Kuhnt, Eurythmist und einer der Vorstände der Freien Waldorfschule, hob in seiner Einführung die Bedeutung der Monatsfeiern für die Waldorfpädagogik heraus: Regelmäßig auf der Bühne stehen ist ein wichtiger Beitrag zur Allgemein-Bildung – im wahrsten Sinn des Wortes. Auf den Monatsfeiern, und bei den anderen großen Auftritten im Rahmen der Schulzeit erleben sowohl Schüler als auch Zuschauer, wie verschieden jeder ist und wie jedes Kind seinen eigenen Weg geht. In der achten und in der zwölften Klasse erarbeiten die Schüler je eine eigene Jahresarbeit, die Klasse zusammen ein Theaterstück. Nicht nur die Theaterstücke, auch die Jahresarbeiten werden vor einem großen Publikum vorgestellt. Zwischendrin üben die Schülerinnen und Schüler Präsenz, Ausdruck, Sprache, Singen und Bewegung vor Publikum an den Monatsfeiern.

Die erste Klasse durfte noch zuschauen, doch bei der nächsten Monatsfeier vor Fasching, werden auch sie auf der Bühne stehen. Die zweite Klasse staunte mit dem Frosch über die weite Welt: szenisch dargestellte Fabeln zeugten von klarer Ausdruckskraft. Die Drittklässler zeigten, dass sie als Klasse zusammenhalten und harmonisch klingen können. Sie flöteten und sangen zweistimmig. Besonders beeindruckten sie mit einem französischen Kanon. Mit der vierten Klasse präsentierte die Sportlehrerin Frau Schwabe eine Premiere: Alle Schüler verteilten sich im Saal und gaben Einblicke in den Sportunterricht. Nach dem Motto: „Wenn wir uns nicht bewegen, werden wir auch nichts begreifen“ rissen sie das Publikum mit.

Eine rhythmische Übung aus dem Eurythmie-Unterricht für den musikalischen Takt folgte mit der fünften Klasse. Gekonnt klatschten, tanzten und bewegten sich die Schüler und zeigten, wie  Rhythmus lebt. Die sechste Klasse demonstrierte mit einer Theaterszene, was der Konjunktiv ist: „Möglichkeitsform, Herr Grachtler, Möglichkeitsform“, mahnte die Sekretärin den  Polizeihauptwachtmeister, als er die Vorkommnisse um die rasende Radlerin Oma Kühn in Püngelsdorf schlichten sollte. Eltern wie Schüler staunten, wie lustig der Konjunktiv sein kann. Mit der siebten Klasse betraten die ältesten Schüler der Freien Waldorfschule die Bühne. Souverän sagten sie ihre Stücke selber an. Sie zeigten komplexe Formen aus dem Eurythmie-Unterricht und gaben einen Sketch auf Englisch zum Besten.

Das junge Orchester umrahmte die Veranstaltung mit weihnachtlichen und klassischen Stücken. Schüler ab der 3. Klasse spielen schon mit und auch Eltern sind herzlich willkommen. „ Als Orchestermitglied sichern Sie sich einen Sitzplatz bei den Monatsfeiern“, warb Herr Rühmann für seine Musiker. Insgesamt freuten sich alle an einer rundum gelungenen und kurzweiligen Veranstaltung. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, an die Schüler auf der Bühne und an das katholische Pfarrheim St. Andreas!

Dabei sein ist alles - Olympische Spiele an der Waldorfschule Wolfratshausen

Seit über 20 Jahren führen Waldorfschulen in Deutschland, Europa und weltweit  in der 5. Klasse "Olympische Spiele" durch - am 20. Juli 2011 war es erstmals auch bei uns in Wolfratshausen soweit. 

Die Idee für die ersten Spiele entstand, nachdem Könige einander bekämpfender Stadtstaaten des früheren Griechenlands den  "Olympischen Frieden", im Griechischen "Ekecheiria" genannt, schlossen.

Die antiken Kulturen  und damit auch die griechische Geschichte beschäftigt die Schüler der fünften Klasse während des gesamten Schuljahrs in verschiedenen Unterrichtsfächern. Als sportlicher Höhepunkt und Abschluss trafen sie sich nun am 20. Juli ab 10.00 Uhr auf dem Sportplatz der Grund- und Hauptschule Wolfratshausen zu den olympischen Spielen.

Auf dem Weg zur Pubertät durchlebt das 11-jährige Kind eine Wachstumsphase, in der die Proportionen von Kopf, Rumpf und Gliedmaßen sehr harmonisch sind. Es besitzt noch genügend Schwere und schon reichlich Leichte, so dass seine Bewegungen offen für alle Qualitäten des klassischen griechischen Fünfkampfes sind.

Die Fünftklässler übten seit circa drei Monaten für die fünf Disziplinen: Laufen, Springen, Ringen, Diskus- und Speerwurf. Dabei kommt es nicht darauf an, der Schnellste, Weiteste oder Stärkste zu sein, das Maß ist jeder Schüler selbst: Jeder trägt  einen Gürtel, der so lang ist wie der Schüler groß; das ist das Maß für den Weitsprung.

Alle Teilnehmer werden in verschiedene Gruppen, die die Namen berühmter griechischer Städte tragen, aufgeteilt. So werden die Kinder gemeinsam zu „Spartanern", „Athenern“ oder Bewohnern der antiken Tempelstadt Delphi ...

Im Verlauf der Spiele gibt es keinen Wettstreit gegen andere Mannschaften. Jedes Team spornt sich gegenseitig an, seine eigenen Leistungen zu steigern, persönliche Bestmarken zu übertreffen und wirklich schöne Würfe mit dem Diskus und dem Speer auszuführen.

Viele Schulen führen gemeinsame Spiele durch. An der Freien Waldorfschule Wolfratshausen fanden sie in diesem Jahr erstmalig statt. Für die kommenden Jahre ist ein Treffen mit anderen Waldorfschulen geplant, um den olympischen Gedanken der Freundschaft und der Freude an Bewegung und sportlichen Herausforderungen gemeinsam zu feiern.

Johannifeuer 2011

Etwas verspätet - am 2. Juli - aber dafür bei spektakulärem Wetter entzündeten wir unser diesjähriges Johannifeuer. Kinder und Eltern freuten sich an einem wunderschönen Platz in Farchach am Starnberger See über kulinarische Köstlichkeiten, Spiele und einen regen Austausch. Ein herzliches Dankeschön dem Festkreis, wir werden noch lange an den Abend denken...

 

Frühjahrsfest 2011: Kinder bauen ein Insektenhotel

Ein Hotel für Insekten? Richtig! Denn manche Arten finden in einer übermäßig gepflegten Umgebung kaum noch geeignete Brutstätten. Auf dem diesjährigen Frühjahrsfest krempelten Schülerinnen und Schüler daher die Ärmel hoch und zimmerten eine Unterkunft der Extraklasse für Wildbienen und anderes Getier...